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„Riestern“ lohnt sich: Kunden profitieren von staatlicher Förderung und attraktiven Leistungen PDF Drucken E-Mail

Seit Einführung der Riester-Rente haben sich bereits über 13 Millionen Bürger für die geförderte Altersvorsorge entschieden. Warum vor allem Menschen mit geringem Einkommen und Familien von der staatlichen Zulagenförderung profitieren, diskutierten Wissenschaftler und Versicherungsexperten auf der Frühjahrskonferenz der deutschen Versicherungswirtschaft. 

Am höchsten ist die Verbreitung der Riester-Rente bei kinderreichen Haushalten. Zudem sorgen immer mehr jüngere Menschen mit einer Riester-Rente schon frühzeitig für eine spätere Zusatzrente vor. Dass die Riester-Förderung genau bei jenen Einkommensgruppen ankommt, von denen sie besonders benötigt wird, bestätigen auch Zahlen der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA): Mehr als 70 Prozent der Zulagenempfänger verfügen über ein Einkommen von bis zu 30.000 Euro und liegen damit unter dem aktuellen Durchschnittseinkommen.

Der gesamte Förderanteil beträgt bei einer Familie mit zwei Kindern bei einem Einkommen von 30.000 Euro satte 57 Prozent. „Wer nur die Grundzulage zur Berechnung der Förderquote einbezieht, ohne auch die zusätzlichen Steuervorteile zu berücksichtigen, muss zwangsläufig zu einem Fehlurteil über die Rentabilität der Riester-Rente kommen“, gibt Steuerexperte Prof. Dr. Dirk Kiesewetter auf der Frühjahrsveranstaltung des GDV zu bedenken. „Im direkten Vergleich mit alternativen Sparformen zeigt sich, dass die Riester-Rente steuerlich die mit Abstand attraktivste Variante der privaten Altersvorsorge ist. Vergleichbar attraktiv sind nur noch betriebliche Altersversorgungsformen“, so Professor Kiesewetter.

Bei der Auswahl eines passenden Altersvorsorgeproduktes sollte nicht nur die Höhe der erwarteten Rendite eine Rolle spielen. „Wer nur eine möglichst hohe Rendite im Blick hat, muss sich bewusst sein, dass höhere Renditechancen auch immer höhere Verlustrisiken bedeuten. Das ist eine Grundregel für jede Anlageform“, gibt Versicherungsexperte und Aktuar Dr. Jürgen Bierbaum zu bedenken. Gerade für Menschen mit geringem Einkommen, die nur mit kleinen Sparbeiträgen privat für ihr Alter vorsorgen können, ist es aber wichtig, dass ihre zukünftige Rente möglichst sicher ist. „Für alle, die bei ihrer Altersvorsorge kein Risiko eingehen können, gleichzeitig aber eine attraktive Rendite erzielen wollen, kommt daher vor allem die klassische Riester-Rentenversicherung infrage“, sagt Dr. Bierbaum.

Klassische Riester-Rentenversicherungen weisen über die gesamte Ansparphase in der Regel die geringste Renditebelastung durch Kosten auf. Da Altersvorsorge ein langfristiger Prozess ist, spielen Versicherer den Vorteil ihres für lange Laufzeiten optimierten Kostensystems voll aus. Dieser Vorteil wird noch deutlicher, wenn die sehr niedrige Kostenbelastung in der Rentenphase mit einbezogen wird. Wer sich für eine Riester-Police entscheidet, profitiert daher nicht nur von Zulagen und Steuerersparnissen, sondern entgegen aller Kritik auch von langfristig günstigen Kosten“, sagt Schwark.
 
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